15 // Julius Dörner

 02. März bis 21. April 2012

„ a b s t r a k t    t r o t z    s k u l p t u r “


Öffnungszeiten DI/DO/FR 14-18 Uhr, MI 11-18 Uhr, SA 11-15 Uhr u.n.V.

Zum Künstler

Aus dem Katalog:

Adrienne Braun/Stuttgart  „…Trotz aller Sperrigkeit besitzen die Bildwerke und Assemblagen, die provisorisch wirkenden Arrangements und kruden Installationen eine poetische Schönheit. Denn Julius Dörner beherrscht die Gesetze der Komposition virtuos. Er tariert die Gewichte elegant aus, bringt Farben in einen Dialog, die Flächen fügen sich zu einem spannungsreichen Zusammenspiel…  Dörners Nähe zur Konkreten Kunst ist dabei unübersehbar. Er nutzt mathematisch-geometrische Grundformen wie Kreis, Linie und Recht- und Vielecke, er lotet Proportionen und Relationen aus. Aber er konzentriert sich nicht allein auf ästhetische Kategorien. Die kühle Sachlichkeit der Konkreten Kunst findet man bei ihm nicht, denn die gebrauchten Materialien warten auch mit einer erzählerischen Dimension auf. Es ist authentisches Material, das mit Konnotationen aufgeladen ist…“ 

Prof. Gunnar Gerlach/Hamburg  „…Nicht nur in den farblich prägnant und nach Regeln der ästhetischen Ausgewogenheit erstellten Objekten von Julius Dörner lässt sich hier eine Verbindungslinie zu dem MERZ-Künstler Kurt Schwitters ziehen: ‚Was Kunst ist, wissen Sie ebenso gut wie ich, es ist nichts weiter als Rhythmus. Wenn das aber wahr ist, so beschwer ich mich nicht mit Imitation oder mit Seele, sondern gebe schlicht und einfach Rhythmus mit jedem beliebigen Material, Straßenbahnfahrscheinen, Ölfarbe, Holzklötze, ja da staunen Sie Bauklötze, oder mit dem Wort in der Dichtung, dem Ton in der Musik, oder wie sie wollen….jedes Kunstwerk aller Zeiten musste diese primäre Forderung erfüllen, Rhythmus zu sein, sonst war es nicht Kunst.’…“